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Geschichte der alten Turnhalle des TV Dahl 1878 e.V. heute TSV Dahl 1878 e.V. jetzt
                                            Bürgerhalle Dahl 

1909 



am 14.März wird der Antrag auf Überlassung eines Bauplatzes lür die geplante Turnhalle an die Gemeide gerichtet, das Geld dafür soll durch spezielle Kommissionen hereingeholt werden, ein Schreiben an alle Vereine des Kreises soll zu finanzieller Hilfe aufrufen.  

Der Rummenohler Turnverein stellt eine Spende in Aussicht von Mark 50,--.

1911

Eine Bauzeichnung des Architekten M. Heine aus Hagen liegt mit Bauzeichnung vor. Bauplatz ist der Spiek.

1912    

„ Genosse „ W. Kleine berichtet, dass insgesamt ca. 4500,- Mark gesammelt worden sind. Er bittet die Sammlung zu beschleunigen. Ein Bauplan soll der Gemeindeversammlung vorgelegt werden.

6000,- Mark will das Amt Breckerfeld als Hypothek geben. Wegen des Hallenbaues muß die Rechtsfähigkeit des Vereins durch eine neue Satzung gestützt werden. Die Sammlung für den Bau soll in 8 Kommissionen vorangetrieben werden, von denen die erste sich an die „bemittelten Bürger“ wenden soll, die weiteren an spezielle Ortszugehörigkeiten. 700,00 Mark werden unter den anwesenden Mitgliedern sofort aufgebracht!

In Sachen Turnhalle will auch die königliche (preußische) Regierung Geld zuschießen, aber nur, wenn die Gemeinde das Projekt übernimmt. Deshalb müssten sofort die Bedingungen dafür ( freie Benutzung, auch für alle Feiern ) ausgehandelt werden. Modernste Geräte sollen dafür beschafft werden.
4500,- Mark wurden gesammelt.

1913            

Ein Spendenaufruf, der von W.Kleine verfasst worden ist, richtet sich an die Bürger von Dahl.
Unterschrieben ist er vom 1. Vorsitzenden Lehrer Hoppe und dem 2. Vorsitzenden Otto Griesenbeck.

1914        

Alle für den Hallenbau gesammelten Gelder werden als Kriegsanleihe gezeichnet.

1922           

Der Turnhallenbau wird wieder aufgegriffen.

 Quittung

Die Gründung der Turn – und Gemeinde – Halle G.m.b.H. ist für Ende nächster Woche in Aussicht genommen. Es soll aber wegen der steigenden Preise schon heute mit dem Ankauf der Baumaterialien begonnen werden. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, die gezeichneten Beträge schon einzuziehen, um der Teuerungselle nach Möglichkeit zu begegnen.

Bis zur Gründung der G.m.b.H., die voraussichtlich bis zum 18. September erfolgt sein wird, übernimmt der Unterzeichnete persönliche Haftung für die Beträge, Gleichzeitig wird bescheinigt von Herrn Hugo Schriewer, Nahmer, Mark 3.000,- Dreitausend erhalten zu haben.

Kreis Hagen

Dahl den

19. August 1922

 gezeichnet: Gustav Schmidt

 

1923-1925 :

Siehe Bericht von K.Fischer

Turnhallenbau: Hierzu Karl Fischer, langjähriger Vorsitzender 

„. Die Turnhalle wurde mit vile Fleiß und großer Begeisterung in Angriff genommen im Jahre 1923. Die Franzosen besetzten in der Zeit das Ruhrgebiet, um den Passiven Widerstand der arbeitenden Bevölkerung zu brechen. Der Staat zahlt damals die sogenannte, Rhein-Ruhr-Hilfe für Projekte aller Art, u. a. nahm auch der TV Dahl diese Gelder für seine geplante Turnhalle in Anspruch. Das setzte den Verein in der Lage, mit den gezeichneten Spenden der Mitglieder den Bau zu beginnen.

     Aus der Volme wurde Kies herangekarrt und damit das Fundament gegossen. Die Grauwackesteine, aus denen die vier Seitenmauern bestehen, schaffte man vom Ambrocker Steinbruch heran. In den heimischen Wäldern wurden 36 dicke Buchen geschlagen und nach Schalksmühle zum Sägewerk Göddersmann transportiert. Dies lieferte dann dafür das notwendige Bauholz. Den Zement erhielten die Dahler Turner von der Wikkingschen Industrie aus Hagen. Die Arbeiten wurden grundsätzlich samstags und sonntags durchgeführt und erstreckten sich über Wochen und Monate.
Von einer Verpachtungsmiete ( 1.600,- Mark ) anlässlich des Bezirksturnfestes

1926

baute man dann den Fußboden ein, nachdem mit Gemeindehilfe bereits 1924 das Dach erstellt werden konnte.

1926           

Die Damen des TV Dahl organisieren einen „Blumentag“ zugunsten der Aktion Turn-Hallenbau. Die Turnhallenwohnung wird durch den Verein vergeben.

1927           

Von den bisher verbauten 27.041,- Mark für die Halle verbleiben 6.845,- Mark als Schulden. Es wird eine Entscheidung, ob die Halle vom Verein oder von einer Turnhallengemeinschaft geführt werden soll, zugunsten letzterer herbeigeführt.

1928           

In der Halle wird eine Sprunggrube angelegt.

1934           

Die Turnhalle soll endgültig fertiggestellt werden mit neuerlicher Direktversammlung.

1935           

In der Halle werden Bühne, Decke und Wände verputzt.

1937    

Der Vereinsvorsitzende, Karl Fischer, zieht in die Hallenwohnung.

1940           

Ein Turnbetrieb war nicht mehr möglich, da die Halle durch Möbel und Gerätschaften ausgebombter Einwohner belegt war. Weiter war ein Teil der Halle durch die „Organisation Todt“ beschlagnahmt worden.

1946           

In der Halle finden Filmvorführungen seitens der Gemeinde statt. Die Eigentumsfrage – Gemeinde oder Turnverein – steht auf dem Prüfstand. Schließlich übernimmt die Gemeinde die Halle, da der TV Dahl die finanziellen Lasten nicht mehr tragen kann. Dem Turnverein werden nach gerichtlichem Beschluß (1957) verbriefte Rechte eingeräumt. Der Verein darf die Halle ohne Vergütung nutzen.... und 3 Feste im Jahr feiern.

1954-1955  





Von November 1954 bis Juli 1955 kann wegen Umbau die Halle nicht mehr benutzt werden. Die Halle wird gleichzeitig von außen verputzt.

1964    



Ein großzügiger Hallenumbau erfolgt. Die Halle erhält Umkleiden, Nassräume  und einen stabilen Parkettboden. Außerdem wird die Westseite der Halle mit Glasbausteinen versehen. Am 7.Dezember 1964 wurde die neue Turnhalle eingeweiht. 

Bürger der Gemeinde Dahl und Freunde der Deutschen Turnerschaft !
Der Turnverein Dahl richtet eine Bitte an Euch!

Schon seid drei Jahren hat er keine Stätte mehr zur Veranstaltung seiner turnerischen Uebungen, und da ihm eine solche für absehbare Zeit  auch von anderer Seite nicht in Aussicht gestellt wird, hat er sich entschlossen, selbst eine Halle zu bauen. Es ist wirklich ein Gebot der Notwendigkeit, das den Verein zu diesen Schritte drängt; er muß ihn tun, wenn er nicht nach fünfunddreißigjährigem Bestehen seine Existenz einbüßen will. Und deshalb bittet er alle Bürger seines Heimatortes und Freunde der deutschen Turnerschaft recht herzlich, ihn bei seinem Vorhaben zu unterstützen.

Niemand kann diese Bitte abschlagen, dem die deutsche Turnerschaft ans Herz gewachsen ist; und das sollte bei jedem der Fall sein. Turnen gibt Gesundheit, „und im gesunden Leibe wohnt ein gesunder Geist.“ Turnen gibt Körperkraft, und Körperkraft verleiht Mut und Selbstvertrauen, zwei Eigenschaften, die wir nirgends besser gebrauchen können als in unserer Zeit des scharfen Wettbewerbs aller Völker.

Aber mit dem Nutzen für den Einzelnen ist sein Wert nicht erschöpft. Wer den Ursprung des systematischen Turnens kennt, der weiß, daß er hervorgegangen ist aus einer Zeit der Not des deutschen Vaterlandes. Und wenn wir heute dastehen in innerer Einigkeit und geachtet von der Welt, so haben wir das nicht zuletzt unserm alten Vater Jahn zu verdanken, der das geregelte Turnen als wichtiges Mittel zur Hebung des nationalen Tiefstandes erkannte.

Deshalb muß es weiter gepflegt und gefördert werden. Keine Turnvereinigung darf untergehen. Wo Begeisterung für die Turnsache lebt, da darf sie nicht durch finanzielle Not erstickt werden. Wer daran mithilft, der dient seinem Vaterlande !

Auch muß die Freude am Turnen schon in der frühen Jugend geweckt werden, und daß zu ermöglichen, soll mit in erster Linie der Zweck der Halle sein. Unsern Schulkindern kann sie zur Turnstätte dienen, unserer Schulentwachsener Jugend kann darin unter vernünftiger Aufsicht Unterhaltung durch Turnen, Spiele, Vorträge usw. geboten werden, damit die jungen Leute lernen, an der Wirtshaustür vorbeizukommen, ohne hineinzugehen, und damit sie nicht zum öffentlichen Aergernis jede Straßenecke als Versammlungsplatz wählen. So könnte die Halle auch dazu dienen, daß unsere Jugend zu körperlich und sittlich kräftigen Menschen heran wächst.

Darum Ihr Bürger unseres Heimatortes und Freunde der deutschen Turnsache, schickt den Boten des Dahler Turnvereins, der Euch in den nächsten Tagen besuchen will, nicht ungehört und mit leeren Händen nach Haus. Tragt bei zu dem guten Werk ! Ihr dient nicht nur uns, Ihr dient Euch und Euren Kindern ! Ihr dient dem Gemeinwohl und dem Vaterlande !

Namens des Dahler Turnvereins : gez. Lehrer Hoppe.

Namens des Ausschusses für Jugendpflege in der Gemeinde Dahl : gez. Otto Griesenbeck 

1993           

Schließung der Turnhalle Dahl wegen festgestellter Schadstoffkonzentration ( Asbest ).

1994           

Es besteht seitens der Verwaltung die Absicht, die Halle mit ihrem Grundstück „ anderweitig zur Disposition zu stellen ( Verkauf, private Investition, Abriss ).“
Dagegen wehren sich die Dahler Vereine.

Gründung der „ Trägergemeinschaft Bürgerhalle Dahl e.V.“

( 6. September 1994 )

 1994   

Übernahme der Turnhalle Dahl durch die Trägergemeinschaft Bürgerhalle Dahl e.V.


( 28. September 1994 )